Unsere Idee
possum (lat.) – Ich kann
„Ich kann“ steht für unser Verständnis von Selbstbemächtigung (nach W. Weiß) und Selbstwirksamkeit. Es beschreibt Erleben, in denen Sicherheit, Verbundenheit, eigene Expert*innenschaft und Lebensfreude spürbar, sichtbar und erfahrbar werden.
Dieses Erleben bildet einen zentralen Bestandteil traumapädagogischer Arbeit. Gerade für lebensgeschichtlich belastete Menschen können sie herausfordernde, aber zugleich wachstumsfördernde Momente darstellen – im Sinne von traumatic growth.
Das Erleben von „Ich kann“ richtet sich jedoch nicht ausschließlich an lebensgeschichtlich belastete Menschen. Es soll ebenso für alle am (Hilfe-)Prozess Beteiligter erfahrbar werden – für pädagogische Fach- und Leitungskräfte, Eltern, Familien sowie Kooperationspartner*innen. Dies kann sich beispielsweise ausdrücken in:
- Ich kann mich selbst besser verstehen
- Ich kann mich annehmen
- Ich kann gut für mich sorgen
- Ich kann Beziehungen gestalten
- Ich kann herausfordernde Situationen einordnen und mich selbst regulieren
- Ich kann schwierige Situationen reflektieren und dadurch meine Wirksamkeit und Handlungssicherheit stärken
- Ich kann gemeinsam mit anderen einen tragfähigen, stärkenden Rahmen schaffen – auch bei begrenzten Ressourcen
Mit possum Bodensee möchten wir Räume eröffnen, in denen Sicherheit entstehen kann, die Sinnhaftigkeit und Logik hinter Verhalten erforscht wird, Potenziale entdeckt und entfaltet werden und Verbundenheit erlebbar wird – in der Begegnung mit sich selbst und mit anderen.
Wir sind ein Team mit langjähriger Erfahrung in der pädagogischen, psychologischen und beraterischen Arbeit in der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe. Auch aus unserer Praxis der traumapädagogischen Organisationsentwicklung wissen wir: Institutionen und deren Fach- und Leitungskräfte, die mit lebensgeschichtlich belasteten jungen Menschen und Erwachsenen arbeiten, brauchen mehr als fachliches Know-how. Eine bewusste Haltung, Selbstreflexion und emotionale Stabilität sind zentrale Grundlagen professionellen Handelns.
Traumapädagogik muss erfahrbar, praxisnah und alltagstauglich sein. Deshalb verbinden wir in unseren Angeboten aktuelles Fachwissen – insbesondere aus der Psychotraumatologie und verwandten Forschungsfeldern – mit konkreten Methoden, Übungen und Reflexionsmodellen, die sich direkt im pädagogischen Alltag umsetzen lassen. Dabei begleiten wir die Interessierten bei der Auseinandersetzung mit eigenen Erfahrungen, Rollen und Haltungen.
Lernen Sie auf diesen Seiten unser Institut sowie dessen Angebote kennen und lassen Sie sich dazu anregen, den Prozess einer gemeinsamen traumapädagogischen Forschungsreise aufzunehmen oder fortzuführen.
