Weiterbildung Traumapädagogik/Traumazentrierte Fachberatung
Weiterbildung Traumpädagogik/Traumazentrierte Fachberatung berufsbegleitend
Neuer Kurs ab Februar 2027!
in Kooperation mit dem
9 Seminarmodule (27 Tage) Supervisionseinhei-ten und Abschluss-Colloquium, plus 1 gemeinsam festzulegender Supervisionstag
zertifiziert nach dem Curriculum des Fach-verbands Traumapädagogik (FV TP) und der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT)
Seminarort: Seminarhaus links am Bach, Kirchheim Teck
Genauere Informationen zum Curriculum des FVTP unter https://www.degpt.de/weiterbildung-curricula/traumapaedagogik-und-traumazentrierte-fachberatung-degpt-fvtp/curriculum
Einleitung
Wir begegnen in der (psycho-)sozialen Arbeit immer wieder Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, deren Biografie von belastenden und traumatischen Stress-Erleben beeinflusst und geprägt wurde. Als Folge dieses Erlebens entwickeln sie Überlebensstrategien in Form von Denk- und Verhaltensmuster, die einer Würdigung bedürfen und gleichwohl für sie selbst, als auch für ihr Umfeld und Fachkräfte in den Hilfesystemen, Herausforderungen darstellen können.
Um lebensweltorientierte Hilfen für Menschen trau-masensibel zu gestalten brauchen Fachkräfte Grund-lagen aus der Traumapädagogik und Traumazen-trierten Fachberatung.
Die Weiterbildung Traumapädagogik/Traumazen-trierte Fachberatung
- hat zum Ziel, psychosozialen Fachkräften das notwendige psychotraumatologische Wissen sowie eine beziehungs-orientierte und traumasensible Haltung zu vermitteln.
- fokussiert in ihren Verstehens-Modellen den Blick auf die physiologischen und innerpsychischen Prozesse und die Wechselwirkungen innerhalb von Beziehungen und Systemen.
- richtet ihre Förderansätze auf Wahrnehmung, Stabilisierung und Selbstwirksamkeit aller Beteiligten aus.
- ist praxisorientiert gestaltet und richtet den Fokus auf die konkreten Arbeitsfelder der Teilnehmenden.
Zielgruppe der Weiterbildung
Die Weiterbildung richtet sich an alle psychosozialen Fachkräfte in pädagogischen, psychosozialen, medizinischen, pflegerischen, geburtshelfenden, seelsorgerischen und anderen helfenden Berufen mit einer mindestens dreijährigen Fachausbildung und mindestens einem Jahr Berufserfahrung nach Ausbildungsabschluss.
Eine Bereitschaft zur Eigenreflexion und ausreichende psychischer Stabilität wird vorausgesetzt.
Nähere Informationen finden sich unter www.degpt.de/fileadmin/all_user/download/weiterbildung-und-curricula/2025_FVTP_DeGPT_Curriculum_Traumapaedagogik_Traumazentrierte_Fachberatung.pdf
Aufbau/Umfang der Weiterbildung & Termine
.Die Weiterbildung setzt sich aus 9 Modulen zusammen, deren Inhalte sich an den Vorgaben der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotrauma-tologie (DeGPT) und des Fachverband Traumapäda-gogik (FVTP) ausrichten. Die Module bauen inhalt-lich aufeinander auf und greifen ineinander.
- Modul 1 – 10.-12.02.2027
- Modul 2 – 02.-04.06.2027
- Modul 3 – 03.-05.11.2027
- Modul 4 – 26.-28.01.2028
- Modul 5 – 22.-24.03.2028
- Modul 6 – 28.-30.06.2028
- Modul 7 – 15.-17.11.2028
- Modul 8 – 14.-16.02.2029
- Modul 9 – 14.-16.03.2029
Die Module beginnen jeweils um 9:00 Uhr und enden um 17:00 Uhr, am Freitag um 15:00 Uhr – mit einer 60-minütigen Mittagspause und kleinen Pausen am Vor- und Nachmittag.
Dazu kommen:
- Supervisionseinheiten, die innerhalb der Module in zwei Gruppen stattfinden und an einem noch zu vereinbarenden zusätzlichen Tag
- Peergruppentreffen in festen Gruppen (32 UE)
- Eine bis zwei schriftliche Reflexions-Arbeiten
- Planung, Umsetzung, Dokumentation und Präsentation eines traumapädagogischen Praxisprojektes
- Vertiefung der vermittelten theoretischen Grundlagen über das eigenständige Studium von Fachliteratur
Im Dezember 2026 werden die Teilnehmenden zusätzlich zu einem Online-Info-Treffen eingeladen, in dem wir nochmal Informationen zum Aufbau und Inhalt der Weiterbildung geben und evtl. Fragen der Teilnehmenden beantworten.
Leitungs-Team
Die Referent*innen verfügen über eine pädagogisch fundierte Ausbildung und langjährige Berufs-erfahrung in der pädagogischen Arbeit mit lebensgeschichtlich belasteten Kindern, Jugendlichen und/oder Erwachsenen und über therapeutische und beraterische Zusatzqualifi-kationen
Die Module werden in der Regel von den beiden Institutsreferent*innen Kerstin Prinz und Urs Kaiser geleitet, ggf. werden themenbezogen externe Fachreferent*innen hinzugeladen.
Kerstin Prinz
Diplom-Pädagogin, Traumapädagogin/Traumazentrierte Fachberaterin (FVTP/DeGPT), Systemische Familientherapeutin (IFW), Kinderschutzfachkraft (fzkj)
Urs Kaiser
Sozialpädagoge, Diplom-Pädagoge, Lehr-Supervisor (DGSv), Systemischer Organisations-berater (MA)
Ort der Weiterbildung
Seminarhaus links am Bach
73230 Kirchheim-Ötlingen, Linkstr. 19
Die Weiterbildung soll in der Regel in Präsenzmodulen im Seminarhaus linksambach stattfinden. Wir behalten uns jedoch vor, aus wichtigem Grund, z.B. pandemiebedingt, durch andere gesetzliche Vorgaben oder gesellschaftliche Einschränkungen oder wenn wir zu der Einschätzung kommen, die Module online sicherer vertreten zu können, einzelne Weiterbildungsmodule im Online-Unterricht durchzuführen.
Kosten und Zahlungsmodalitäten
Kosten und Zahlungsmodalitäten
- Die Kosten betragen 4.450,00 Euro zzgl. einer Gebühr von 50 Euro für das Abschluss-Zertifikat, welche von den beiden Fachverbänden erhoben wird. Die Weiterbildung ist gemäß §4 Umsatzsteuergesetz umsatzsteuerbefreit
- Nach Anmeldung erhalten die Teilnehmenden eine Anmeldebestätigung, sowie eine Anzahlungsrechnung über 400 Euro zugeschickt. Die Anzahlung ist nach Erhalt der Rechnung sofort fällig. Nach Eingang dieser Zahlung ist der Teilnehmendenplatz verbindlich reserviert.
- Der Restbetrag wird in zwei Raten in Rechnung gestellt (kurz vor Beginn und zur Hälfte der Weiterbildung). Davon abweichende Ratenzahlungen sind in Ausnahmefällen möglich.
Im Teilnehmendenpreis enthalten sind:
- 9 Seminarmodule (27 Tage) incl. Supervisionseinheiten und Abschluss-Colloquium, plus 1 gemeinsam festzulegender Supervisionstag
- Seminarunterlagen
- Rückmeldung zu schriftlichen Arbeiten
- Eine individuelle Rückmeldung durch das Leitungs-team im Verlauf der Weiterbildung
- Pausenverpflegung und Seminargetränke
Ein Mittagessen (dreigängiges vegetarisches Gericht) kann optional dazu gebucht werden für jeweils 17,-€
In den Seminargebühren sind nicht enthalten:
- Kosten für Übernachtung und Anreise
- Bei der Suche nach einer kostengünstigen Übernachtungsmöglichkeit sind wir gerne behilflich.
Inhalte der Module
Die Weiterbildung vermittelt Kompetenzen auf verschiedenen Ebenen. Neben theoretischem Wissen umfasst sie die Entwicklung von Handlungskompetenzen, sozialen Kompetenzen und persönlichen Kompetenzen. Diese werden als zentrale Inhalte der Weiterbildung systematisch gefördert. Die Entwicklung einer traumapädago-gischen Grundhaltung zieht sich dabei wie ein roter Faden durch die Module und bezieht sich auf Alle am Prozess Beteiligten.
- Einführung in die Psychotraumatologie
- Auswirkungen von traumatischem Stresserleben
- Neurobiologische Grundlagen
- Akutversorgung
- Einführung in die Traumapädagogik (Geschichte, Bezüge, Überblick)
- Traumapädagogische Haltungen (Hintergründe, Relevanz und Transfer in die pädagogische Arbeit)
- Psychoedukative Ansätze/Förderung Selbstverstehen
- Methoden der Selbstbemächtigung (Resilienzförderung, Achtsamkeit, Sinneswahrnehmung, Körperwahrnehmung, Emotionsregulation)
- Bedeutung von Narrativen in der pädagogischen Arbeit
- Grundlagen der Bindungswissenschaften
- Reflexion eigener Bindungserfahrungen und deren Bedeutung für die Beziehungsgestaltung
- Bindung und Trauma–Bindungsorientierte Pädagogik
- Dynamiken traumabezogener Übertragungen und Gegenreaktionen/Reflexions- und Stabilisierungsmöglich-keiten
- Bedeutung der Fachkräfte in der Traumapädagogik -Sekundäre Traumatisierung, Burnout & Selbstfürsorge
- Traumapädagogisch Diagnostisches Verstehen I (Logik hinter Verhalten/Umgang mit Spannungsfeldern)
- Traumapädagogisch Diagnostisches Verstehen II (Ressourcenorientierte Methoden-Vogelperspektive -Interventionsplanung)
- Möglichkeiten und Grenzen der traumazentrierten Beratung
- Definition und Vorstellung der unterschiedlichen Beratungsformen und Ansätze
- Arbeit mit inneren Anteilen/Ego States
- Konzepte der Traumatherapie
- Traumatherapie und Traumapädagogik – Unterschiede und Gemeinsamkeiten
- Ebenen transgenerationale Weitergabe
- Reflexion transgenerationaler Dynamiken in der eigenen Biografie
- Traumsensible Gestaltung der Arbeit mit Bezugspersonen
- Trauma und Gruppe
- Kooperation der Helfersysteme
- Organisationale Schutzkonzepte und Täter*innen-Strategien
- Traumasensible Gestaltung von Übergängen
- Reflexion Weiterbildungsprozess
- Kolloquium mit Projektpräsentationen
- Abschluss
Abschluss-Voraussetzungen
Voraussetzung für die Zertifizierung ist:
- Die Teilnahme an allen Modulen und Supervisionseinheiten. Eine aus gravierenden Gründen abgesagte Teilnahme von einem Modul kann durch eine schriftliche Arbeit ersetzt werden. Weitere fehlende Module müssen nachgeholt werden.
- Teilnahme Peergruppentreffen (Digital/Präsenz -32 UE)
- Ein bis zwei schriftliche Arbeiten – Reflexion der traumapädagogischen Arbeit und Fachberatung entlang eines von unserem Institut vorgegebenen Schemas.
- Umsetzung und Dokumentation eines traumapädagogisches Praxisprojektes und Präsentation im Kolloquium.
- Eine Teilnahme ohne Zertifizierung durch die beiden Fachverbände ist möglich und wird durch eine Teilnahmebescheinigung der possum Bodensee GbR bestätigt.
Teilnahme- und Allgemeine Geschäftsbedingungen
Hier finden Sie die Informationen als pdf zum Herunterladen.
Anmeldung
Alle Informationen zur Anmeldung finden Sie hier und in den Teilnahme- und Allgemeinen Geschäftsbedindungen.
Teilnahme und allgemeine Geschaeftsbedingungen
Einen Flyer mit den wichtigsten Informationen auch zum Weiterleiten findet sich hier.
Traumapädagogisches Institut für praxis- und bedarfsorientierte Fortbildung und Beratung GbR
Adresse
possum Bodensee GbR
Erlenweg 4
78315 Radolfzell
